Luftdichtheit & Blower-Door

Eine undichte Gebäudehülle kostet Energie, aber das ist nicht das größere Problem. Wo warme Innenluft durch Fugen nach außen strömt, kühlt sie unterwegs ab – und gibt Feuchtigkeit an die Konstruktion ab. Über Jahre entstehen so Schäden, die niemand sieht, bis sie teuer sind.

Wärmebild von Fenstern und Fassade zur Leckageortung
Leckageortung mit Thermografie unter Unterdruck

Blower-Door-Messung

Bei der Luftdichtheitsmessung wird ein Gebläse in eine Außentür eingesetzt und im Gebäude ein definierter Über- und Unterdruck erzeugt. Gemessen wird, wie viel Luft nachströmt. Das Ergebnis ist der n50-Wert – eine harte Zahl, die sich mit den Anforderungen aus GEG und Förderprogrammen vergleichen lässt.

Bei Neubauten und bei geförderten Sanierungen ist die Messung meist ohnehin gefordert. Bei Bestandsgebäuden ist sie der schnellste Weg, um zu verstehen, warum es zieht.

Leckageortung

Der Messwert allein sagt nur, wie dicht das Gebäude ist. Interessanter ist, wo es undicht ist. Unter Unterdruck spüre ich die Leckagen mit Anemometer und Thermografie auf und dokumentiere sie mit Fotos. Typische Fundstellen: Anschluss Fensterbank, Dachgeschossausbau an der Traufe, Rollladenkästen, Durchdringungen für Leitungen, der Übergang vom Mauerwerk zur Dachschräge.

Bester Zeitpunkt bei Neubau und Dachausbau: Wenn die Luftdichtheitsebene fertig, aber noch zugänglich ist. Dann lässt sich jede gefundene Leckage sofort schließen. Nach dem Verputzen und Verkleiden wird aus einer Minutenarbeit eine Baustelle.

Lüftungskonzept

Wird eine Gebäudehülle dichter gemacht, muss der Luftwechsel anders sichergestellt werden – das schreibt DIN 1946-6 vor. Ich rechne, ob die freie Lüftung ausreicht oder ob eine Lüftungsanlage nötig wird, und bei welcher Variante das Verhältnis von Aufwand und Nutzen stimmt.

Messung oder Leckagesuche?

Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich – telefonisch oder online. Telefon 09907 9749984 · kontakt@endeg.de